Konzertsaison 2025/26
Großartige Musiker und Musikerinnen erwarten Sie in der Saison 2025/2026 mit acht Konzerten und unterschiedlichen wie vielseitigen Programmen in den Konzertsälen in Herrenhausen. Freuen Sie sich mit uns auf diese Konzerte, die jedes für sich in einer besonderen Art ausstrahlt.
Das Sommerfestival im Juni ist ein neuer Höhepunkt, ein Experiment und zeigt unsere Verbundenheit zur Region Hannover wie auch jüngeren Zielgruppen. Neben vier Konzerten erwartet Sie ein ein einzigartiges Rahmenprogramm, dass exklusive Führungen durch die Herrenhäuser Gärten sowie eine Podiumsdiskussion zum Thema “Kammermusik - quo vadis” einschließt. Das alles für ein Ticket, das alles umfasst und abdeckt.
Und warum nicht gleich auch Mitglied werden? Mit einer Mitgliedschaft in der Kammermusik-Gemeinde tragen Sie zum Erhalt dieser erstklassigen Konzertreihe bei. Wir brauchen jede Unterstützung, um in der Saison 2028(/29 das 100-jährige Bestehen dieses seit Gründung in Hannover die Konzertlandschaft mitgestaltenen Vereins zu feiern.
Saisonbroschüre 2025/26
Beitrittserklärung
Malion Quartett
22. März ‘26, 17.00 Uhr, Orangerie
Alex Jussow – Violine
Miki Nagahara – Violine
Lilya Tymchyshyn – Viola
Bettina Kessler – Cello
„Dreiklang“:
Klassik – Romantik – Moderne
Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791)
Streichquartett F-Dur, KV 168
Henri Dutilleux (1916 – 2013)
Ainsi la nuit
Franz Schubert (1797 – 1828)
Streichquartett d-Moll, D 810 „Der Tod und das Mädchen“
Programm
„In einer Zeit, da junge Streichquartette in großer Zahl aus dem Boden sprießen, nimmt das Malion Quartett eine Sonderstellung ein“ - mit diesen Worten beschrieb der legendäre Pianist Alfred Brendel das 2018 in Frankfurt am Main gegründete Malion Quartett, das heute zu den vielseitigsten Formationen der internationalen Musikszene zählt. Es zeichnet sich durch ein breit gefächertes Repertoire aus, das sowohl die Meisterwerke der klassischen Streichquartett-Tradition als auch selten gespielte Werke von Komponist*innen der Moderne, der Avantgarde und von musikalischen Grenzgängern umfasst.
„Dreiklang“: Von der Klassik über die Romantik bis zur Moderne – Mozart, Schubert und Dutilleux stehen hier stellvertretend für diese musikalische Reise! Streichquartette komponieren will gelernt sein. Was tut man also als junger Komponist, wenn man wissen will, wie es geht? „Wohl Haydn fragen!“, denkt sich Mozart und zieht des Meisters druckfrische „Sonnenquartette“ op. 20 aus dem Notenfundus. Die sechs Streichquartette KV 168–173 komponiert Wolfgang Amadeus Mozart Ende 1773 in Wien.
Tod als Erlösung? „Der Tod und das Mädchen“, mit dieser Allegorie befasst sich Franz Schubert erst in einem Klavierlied, dann, im Frühjahr 1824, in seinem d-Moll-Streichquartett. Es ist der Mensch, der hier in seiner Vergänglichkeit steht. Das Streichquartett gilt als eines der wichtigsten Werke seines Repertoires. Und als eines der schwersten – gleichsam als ein „Achttausender“ der Quartett-Literatur.
Der 1916 in Angers geborene Dutilleux ist ein „Klassiker“ unter den modernen französischen Komponisten, der sowohl zur Tradition steht, sie jedoch in origineller Weise zu „modernisieren“ weiß. „Ainsi la nuit“ ist das einzige Streichquartett von Henri Dutilleux. Es wurde im Januar 1977 in Paris uraufgeführt.
Malion Quartett
Das Malion Quartett zählt zu den vielseitigsten Quartetten der jungen Generation. Im Jahr 2018 gegründet, gewannen die vier Musiker*innen im Laufe der Jahre zahlreiche Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben. Sie werden durch Stipendienprogramme des Deutschen Musikrats, der GVL, der Deutschen Orchester-Stiftung und der Freunde der Villa Musica gefördert. Darüber hinaus wurde das Ensemble in die europäische Konzertinitiative MERITA aufgenommen.
Das Quartett konzertierte u. a. in der Alten Oper Frankfurt, der Kölner Philharmonie, der Wigmore Hall London, der Izumi Hall Osaka, beim Beethovenfest Bonn sowie in der Pariser Cité de la musique und war zu Gast bei den Streichquartett-Biennalen in Paris und München. Während ihres Debüts bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern begegneten sie Alfred Brendel, Kit Armstrong und dem Quatuor Hanson. Wertvolle Anregungen bekam das Quartett auch durch die Zusammenarbeit mit dem Komponisten Jörg Widmann und durch gemeinsame Konzerte mit Martin Stadtfeld, Hariolf Schlichtig und dem Vogler Quartett.
Das Malion Quartett initiiert immer wieder eigene Projekte mit dem Ziel, klassische Musik durch innovative Konzertformate, ungewöhnliche Konzertorte und digitale Medien einem breiten Publikum zugänglich zu machen.
Prägenden Einfluss auf die Weiterentwicklung hatte die intensive Zusammenarbeit mit Prof. Eberhard Feltz sowie Mitgliedern des Alban Berg Quartetts und des Cuarteto Casals. Die vier Musiker*innen studierten als Quartett an den Hochschulen in Frankfurt am Main bei Prof. Tim Vogler sowie in Hannover bei Prof. Oliver Wille.
Sarah Maria Sun
Kilian Herold
Jan Philip Schulze
In Kooperation mit den KunstFestSpielen Herrenhausen
26. Mai ‘26, 19.00 Uhr, Orangerie
Sarah Maria Sun – Gesang
Kilian Herold – Klarinette
Jan Philip Schulze – Klavier
Franz Schubert (1797 – 1828)
Der Hirt auf dem Felsen, D 965 (Wilhelm Müller)
Thierry Tidrow (*1986)
Die Flamme
George Gershwin (1898 – 1937)
The man I love (Ira Gershwin)
Leonard Bernstein (1918 – 1990)
What a movie (aus: „Trouble in Tahiti“) Sonata for Clarinet and Piano (1942)
Gustav Mahler (1860 – 1911)
Lieder aus „Des Knaben Wunderhorn“
György Ligeti (1923 – 2006)
Mysteries of the macabre (aus: „Le grand macabre“)
Programm
Ein Programm voller Musik, die so virtuos, witzig und gut ist, dass nicht nur das Trio, sondern das Publikum den wohl größten Spaß haben wird. Es ist ein Liederabend, der mit bester Unterhaltung auf Sie wartet, wofür das Trio mit drei exzellenten Künstler*innen sorgt. „Silence ist golden“ ist ein Programm mit vielen Facetten, in dem nicht zuletzt auch die Liebe eine Rolle spielt. Nun handeln Liebeslieder nur in seltenen Fällen ausschließlich von Liebe. Oft beschreiben sie auch die unangenehmen Probleme, die auf Liebende warten.
In „Der Hirt auf dem Felsen“ ist es die Klarinette, die mal solistisch agiert, mal der Singstimme als Echo folgt – und Schuberts Hirten bis heute eine besondere Stellung im Repertoire sichert. Die Ballade „The Man I Love“ ist ein gemeinsames Werk von George Gershwin (Musik) und Ira Gershwin (Text) und wurde 1924 veröffentlicht. In Mahlers Musik steht das Leiden an der irdischen Realität im Mittelpunkt. Sie schaut genau hin, spürt Schmerz, Angst und Trauer nach – ohne jede Schönfärberei.
„Trouble in Tahiti“ von Bernstein enthüllt das brüchige Fundament einer vermeintlich perfekten Ehe. Zwei Menschen, die weder mit- noch ohne einander können. Wenn sie sich streiten, können sie nicht miteinander reden. Also gehen sie stattdessen ins Kino. Aber ob das die Lösung ist?
György Ligetis einzige Oper „Le Grand Macabre“ wurde am 12. April 1978 in Stockholm uraufgeführt. Sie ist eines der umstrittensten und doch erfolgreichsten Werke des neuen Musiktheaters. Das Stück, in dem der Tod das Ende der Welt zu verkünden versucht, ist voller Zitate, derber Szenen, alberner Witze.
Sarah Maria Sun – Gesang
Sarah Maria Sun zählt zu den weltweit führenden Interpretinnen der zeitgenössischen Musik. Ihr Repertoire umfasst über 2000 Kompositionen, darunter mehr als 400 Uraufführungen. Ihre enorme Wandelfähigkeit demonstriert sie auch regelmäßig auf der Musiktheaterbühne. Sarah Maria Sun gibt Meisterkurse für Vokalmusik des 20. und 21. Jahrhunderts. Von 2018-2022 war sie Gastprofessorin, Tutorin und Lehrbeauftragte an den Musikhochschulen Hannover, Graz und Luzern. Seit 2022 unterrichtet sie als Professorin an der Musikhochschule Basel.
Kilian Herold – Klarinette
Der vielseitige Klarinettist Kilian Herold ist international als Solist, Kammer- und Orchestermusiker wie auch Pädagoge hochgeschätzt. Seit 2016 wirkt Kilian Herold als Nachfolger von Jörg Widmann als Professor für Klarinette an der Musikhochschule Freiburg. In diesem Rahmen gibt er regelmäßig Meisterkurse. Von seiner Vielseitigkeit und Lust, musikalisches Neuland zu entdecken, zeugen sein Interesse an zeitgenössischer Musik und seine enge Zusammenarbeit mit Künstler*innen und Komponist*innen. So entstanden in den letzten Jahren verschiedene ausgezeichnete CD-Produktionen.
Jan Philip Schulze – Klavier
Jan Philip Schulze verfolgt eine besonders vielseitige Karriere, die
ihn als Liedbegleiter, Kammermusiker und Spezialist für Neue Musik
regelmäßig auf die großen Podien Europas und Asiens führt und
zugleich pädagogische, kuratorische und editorische Tätigkeiten
bündelt. Er hat zahlreiche Werke uraufgeführt und über Jahre mit
bekannten zeitgenössischen Komponisten eng zusammengearbeitet
sowie Klavierkonzerte von Xenakis, Staude und Schöllhorn mit den
Sinfonieorchester des BR und WDR und den Münchner Philharmonikern
gestaltet.
Sommerfestival
27. Juni ‘26, 16.00 & 18.00 Uhr, Orangerie
28. Juni ‘26, 11.00 & 17:00 Uhr, Orangerie
Avin Trio
Confringo Klavierquartett
Jasper Trio
Amelio Trio
Programm
Drei Trios und ein Quartett – oder auch ein Wochenende voller musikalischer Klänge mit vier Konzerten und dies zur besten Sommerzeit in Herrenhausen. Umrahmt wird das neue „Sommerfestival“ durch Gespräche mit den jungen Künstler*innen, einer Führung durch den Großen Garten sowie einer Podiumsdiskussion „Kammermusik – quo vadis“. Es ist ein Novum, ein neues Format, das wir wagen und mit dem wir bewusst Zeichen setzen und neue Wege gehen.
Mit dem Avin Trio, Confringo Quartett, Jasper Trio und Amelio Trio gastieren junge Ensembles und junge Künstler*innen, die der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover bis heute eng verbunden sind. Wir freuen uns, ihnen an diesem Wochenende eine besondere Bühne bieten zu können.
Alle vier Ensembles sind Stipendiaten des Deutschen Musikwettbewerbs. Sie wurden 2024 als Finalisten in die Konzertförderung 2025/26 aufgenommen. Unser besonderer Dank gilt dem Deutschen Musikrat, mit dessen Unterstützung wir die begonnene Kooperation festigen und ausbauen können. Es beweist, dass uns als Kammermusik-Gemeinde Hannover die Förderung junger Solisten* innen und Ensembles besonders am Herzen liegt.
Sie dürfen mit Ihrem Eintrittsticket an allen Veranstaltungen und Konzerten an diesem Wochenende teilnehmen. Die musikalische Reise führt von der Klassik bis hin zur Moderne. Sie begegnen „Klassikern“ wie Beethoven, Schumann, Brahms, Mahler oder Dvorák. Sie machen aber auch die Bekanntschaft mit weniger bis vielleicht noch unbekannten Komponisten wie Mel Bonis, Hans Gál, Ursula Mamlok oder auch Birke Bertelsmeier.
Fühlen Sie sich herzlich zu diesem besonderen Event eingeladen und feiern Sie mit uns den Abschluss einer vielfältigen und spannenden Konzertsaison!
Avin Trio
27. Juni ‘26, 16.00 Uhr, Orangerie
Saskia Niehl – Violine
Michael Schmitz – Cello
Josefa Schmidt – Klavier
Mel Bonis (1858 – 1937)
„Soir et Matin“ pour piano, violon et violoncello (1907)
Rebecca Clarke (1886 – 1979)
Piano Trio (1921)
Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)
Klaviertrio D-Dur, op. 70,1 „Geistertrio“
Avin Trio
Das Avin Trio wurde im Jahr 2019 gegründet. Seine Konzerttätigkeit führte das Trio bereits zu Festivals und ins europäische Ausland. Solistisch trat das Avin Trio mit dem Kammerorchester Braunschweig auf. Das Trio hat Werke von Benjamin Scheuer und Aigerim Seilova uraufgeführt, die speziell für das Ensemble geschrieben wurden.
Beim Deutschen Musikwettbewerb 2024 wurde das Avin Trio mit einem Stipendium und dem Sonderpreis der VON ZENGEN Kunstauktionen ausgezeichnet. In der Saison 2025/26 folgte so die Aufnahme in die Konzertförderung Deutscher Musikwettbewerb. Unterrichtet wird das Trio von Oliver Wille (Kuss Quartett), Stefan Heinemeyer (Atos Trio) und Markus Becker.
Confringo Klavierquartett
27. Juni ‘26, 18.00 Uhr, Orangerie
Eun Che Kim – Violine
Philipp Sussmann – Viola
Irena Josifoska – Cello
Viktor Soos – Klavier
Gustav Mahler (1860 – 1911)
Klavierquartett a-Moll
Hans Gál (1890 – 1987)
Klavierquartett A-Dur
Robert Schumann (1810 – 1856)
Klavierquartett Es-Dur, op. 47
Confringo Klavierquartett
Vier junge Musiker*innen aus Deutschland und Serbien bilden das Confringo Klavierquartett, die sich während Ihres Studiums in Berlin und Hannover kennenlernten. Neben den großen Werken der Klassik und Romantik verbindet das Quartett besonders das Interesse an der zeitgenössischen Musik.
Die Musiker*innen wurden individuell mit zahlreichen Preisen bei internationalen Wettbewerben ausgezeichnet und haben bei prominenten Pädagog*innen wie Ulf Wallin, Jens Peter Maintz, Tabea Zimmermann und Bernd Götzke studiert.
Als Stipendiat*innen des Deutschen Musikwettbewerbs 2024 gestalten sie in der Saison 2025/26 deutschlandweit Konzerte im Rahmen der Konzertförderung Deutschen Musikwettbewerb.
Jasper Trio
28. Juni ‘26, 11.00 Uhr, Orangerie
Yuliia Van – Violine
Lukas Rothenfußer – Cello
Jung Eun Séverine Kim – Klavier
Bohuslav Martinů (1890 – 1959)
„Bergerette“, H 275 für Klaviertrio
Antonin Dvorák (1841 – 1904)
Klaviertrio f-Moll, op. 65
Jasper Trio
Im Jahr 2021 in Hannover gegründet, sind sie der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover bis heute eng verbunden und werden dort von Markus Becker, Stefan Heinemeyer und Oliver Wille betreut. Ihre Zusammenarbeit wird geprägt von der Lust am Erzählen und dem Erkunden neuer musikalischer Ausdrucksmöglichkeiten und Perspektiven.
Im Jahr 2024 wurden sie als Finalist*innen des Deutschen Musikwettbewerbs in die Konzertförderung Deutscher Musikwettbewerb aufgenommen und erhielten darüber hinaus den Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben. Ihre Konzerttätigkeit hat die drei engagierten Kammermusiker*innen bereits auf große Bühnen in Deutschland, Österreich, China, Korea und der Ukraine geführt.
Amelio Trio
28. Juni ‘26. 17.00 Uhr, Orangerie
Johanna Schubert – Violine
Merle Geißler – Cello
Philipp Kirchner – Klavier
Charles Ives (1874 – 1954)
Piano Trio
Johannes Brahms (1853 – 1897)
Klaviertrio C-Dur, op. 87
Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)
Klaviertrio B-Dur, WoO 39
(Allegretto)
Birke Bertelsmeier (*1981)
„vertrautes angezogensein“
(Auftragswerk 2024)
Ursula Mamlok (1923 – 2016)
Panta Rhei (Time in Flux)
Amelio Trio
Das Amelio Trio hat sich als eines der führenden jungen Kammermusikensembles seiner Generation etabliert. Gegründet 2012 beeindruckt das Trio durch ein unverwechselbares Zusammenspiel und eine musikalische Energie, die sie in mehr als einem Jahrzehnt gemeinsamen Musizierens perfektioniert haben.
Mit Auszeichnungen wie dem zweiten Preis beim ARDMusikwettbewerb 2023 und dem Gewinn des Deutschen Musikwettbewerbs 2024 hat das Trio in den letzten Jahren auch international auf sich aufmerksam gemacht. So folgten Konzerteinladungen in renommierte Säle wie die Alte Oper Frankfurt, die Laeiszhalle Hamburg oder das Beethoven- Haus Bonn sowie zu Festivals wie den Schwetzinger SWR Festspielen oder dem Piano Trio Fest Bern. Ihre Debüt- CD erscheint im Sommer 2025 bei GENUIN.
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