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Tetzlaff Quartett & Christian Tetzlaff (Solo) mit Werken von Schostakowitsch, Beethoven und Bartók

  • Galerie Herrenhausen (map)
 
Tetzlaff Quartett

Tetzlaff Quartett

Programm

Dimitrij Schostakowitsch —
Streichquartett Nr. 11 f-Moll op. 122
(1966)

Ludwig van Beethoven —
Streichquartett Nr. 13 B-Dur op. 130
mit Großer Fuge op. 133

Christian Tetzlaff (Violine)
Elisabeth Kufferath (Violine)
Hanna Weinmeister (Viola)
Tanja Tetzlaff (Violoncello)

 

— Beginn 19.30 Uhr —

 
 
Christian Tetzlaff

Christian Tetzlaff

—  Beginn 21.30 Uhr —

Programm

Béla Bartók —
Sonate für Violine solo Sz 117
(1944)

 

In Kooperation mit den KunstFestSpielen Herrenhausen. Einzelkarten ab Januar 2018 über den Vorverkauf der KunstFestSpiele.

In Kooperation mit den KunstFestSpielen Herrenhausen.
Einzelkarten ab Januar 2018 über den Vorverkauf der KunstFestSpiele.

 

Tetzlaff Quartett
Die gemeinsame Leidenschaft für Kammermusik führte Christian und Tanja Tetzlaff sowie Hanna Weinmeister und Elisabeth Kufferath 1994 zur Gründung eines Streichquartettes – das Tetzlaff Quartett war geboren. Seither hat sich dieses Ensemble zu einem der gefragtesten Quartette der mittleren Generation entwickelt.
Regelmäßige Konzerte führen das Tetzlaff Quartett in alle wichtigen Konzertorte Deutschlands; außerdem nach Frankreich, Italien, Belgien, Großbritannien, die Schweiz sowie in die USA. Das Ensemble ist zu Hause auf den großen internationalen Podien wie dem Auditorium du Louvre in Paris, der Wigmore Hall London, in der Société Philharmonique in Brüssel, im Wiener Musikverein und im Concertgebouw Amsterdam. Es ist gern gesehener Gast bei internationalen Festivals wie den Berliner Festwochen, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Heidelberger Frühling. In dieser Saison geht das Ensemble auf eine ausgedehnte USA Tournee und ist außerdem u.a. in London, Hamburg, Hannover, Köln sowie Schwetzingen zu Gast.
2010 erschien die erste CD beim Label Avi mit Quartetten von Schönberg und Sibelius; 2013 folgte eine Aufnahme mit Bergs Lyrischer Suite und Mendelssohns 2. Streichquartett, die letzte CD mit Werken von Haydn und Schubert erschien 2017 bei Ondine.

Christian Tetzlaff —
Gleichermaßen heimisch im Repertoire der Klassik und Romantik sowie des 20. Jahrhunderts, hat Christian Tetzlaff Maßstäbe mit seinen Interpretationen der großen Violinkonzerte gesetzt. Als Solist und Kammermusiker gastiert er regelmäßig in allen internationalen Musikmetropolen. Er spielt eine Violine von Peter Greiner.

Elisabeth Kufferath —
Seit 2009 hat sie eine Professur für Violine an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover inne. Sie ist eine begehrte Kammermusikpartnerin; engagiert für zeitgenössische Musik (UA u. a. von Manfred Trojahn und Elliott Carter). Sie spielt eine Violine von Peter Greiner.

Hanna Weinmeister —
Seit 1998 ist sie als Erste Konzertmeisterin beim Orchester der Oper Zürich verpflichtet. Sie spielt eine Bratsche von Peter Greiner.

Tanja Tetzlaff —
Solistisch wie kammermusikalisch konzertiert Tanja Tetzlaff in ganz Europa sowie in den USA, in Australien und Japan und ist regelmäßig zu Gast bei internationalen Festivals. Sie spielt ein Violoncello von Giovanni Baptista Guadagnini aus dem Jahre 1776.

 

Christian Tetzlaff
Konzerte mit Christian Tetzlaff werden oft zu einer existenziellen Erfahrung für Interpret und Publikum gleichermaßen, altvertraute Stücke erscheinen plötzlich in völlig neuem Licht. Daneben lenkt er den Blick immer wieder auf vergessene Meisterwerke wie das Violinkonzert von Joseph Joachim, für das er sich erfolgreich stark gemacht hat, und versucht, wirklich gehaltvolle neue Werke wie das von ihm uraufgeführte Violinkonzert von Jörg Widmann im Repertoire zu etablieren. Er pflegt ein ungewöhnlich breites Repertoire und gibt rund 100 Konzerte proJahr. Christian Tetzlaff war „Artist in Residence“ bei den Berliner Philharmonikern, hat eine mehrere Spielzeiten umfassende Konzertserie mit dem Orchester der New Yorker Met unter James Levine bestritten und gastiert regelmäßig u.a. bei den Wiener und den New Yorker Philharmonikern, dem Concertgebouworkest und den großen Londoner Orchestern. Dabei arbeitet er mit Dirigenten wie Andris Nelsons, Robin Ticciati und Vladimir Jurowski zusammen.
Was den Stil von Christian Tetzlaff so einzigartig macht: Er nimmt den Notentext wörtlich, er versteht Musik als Sprache, und er liest die großen Werke als Erzählungen, die existenzielle Einsichten spiegeln. Was so selbstverständlich klingt, ist im Konzertalltag ein ganz ungewöhnlicher Ansatz.
Wenn Christian Tetzlaff den Notentext so tief wie möglich zu erfüllen versucht, dann zeigen sich die altbekannten großen Werke oft in neuer Klarheit und Schärfe. Als Geiger versucht Tetzlaff hinter dem Werk zu verschwinden – und das macht seine Interpretationen paradoxerweise sehr individuell. Zum zweiten „spricht“ Christian Tetzlaff mit seiner Geige. Sein Spiel umfasst, wie die menschliche Sprache, eine große Bandbreite an Ausdrucksmöglichkeiten und ist nicht allein auf Wohlklang und virtuosen Glanz ausgerichtet. Vor allem aber versteht er die Meisterwerke der Musikgeschichte als Geschichten, die von zentralen Erfahrungen handeln. In ihrer Musik haben die großen Komponisten intensivste Gefühle, höchstes Glück und tiefste Krisen verarbeitet und so begibt sich auch Christian Tetzlaff als Musiker in die Grenzbereiche der Gefühle – und der musikalischen Gestaltung. In vielen Stücken geht es um nichts Geringeres als um Leben und Tod. Das dem Publikum zu vermitteln, ist Christian Tetzlaffs Ziel.